Ratgeber

Motorisierte Panoramaköpfe: Roundshot VR Drive, GigaPan und Co.

  • Von vr-head.com
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Ein motorisierter Panoramakopf fährt eine programmierte Folge von Positionen an und löst an jeder die Kamera aus. So werden große mehrreihige und Gigapixel-Panoramen wiederholbar, dazu kommen Zeitraffer- und Videoschwenks. Bekannte Hersteller sind Seitz mit dem Roundshot VR Drive, GigaPan mit den EPIC-Halterungen und Nodal Ninja.

Roundshot VR Drive von Seitz

Der Schweizer Hersteller Seitz gibt an, schon 1990 als erster einen automatisierten VR-Roboter für Panoramen gebaut zu haben: mit Motor für die horizontale Drehung und automatischer Kameraauslösung.

  • 2010: der schnellere VR Drive "s".
  • 2012: ein HDR-Modus kam hinzu.
  • VR Drive 2: mechanisch weitgehend gleich, mit integriertem Belichtungsmesser, Steuerung externer Lichter und Firmware-Updates.

Es gibt ihn als Full (beide Achsen motorisiert), Semi (nur horizontal), Turntable (Drehteller für Objektfilme) und als Metric mit fest montierter Canon 6D und 20-mm-Objektiv für Kugelpanoramen mit 200 Megapixeln.

GigaPan

GigaPan entstand aus den Panoramakameras der Mars-Rover Spirit und Opportunity. Randy Sargent vom Ames Research Center der NASA und Illah Nourbakhsh von der Carnegie Mellon University leiteten das Team, das daraus eine Roboterhalterung für gewöhnliche Kameras machte. GigaPan Systems wurde 2008 gegründet, mit Unterstützung von Google.

Panorama-Fakt

Die EPIC-Halterungen von GigaPan berechnen die Zahl der Bilder selbst: Man zeigt der Kamera die linke obere und die rechte untere Ecke des Motivs, und die Halterung berechnet Reihen und Spalten selbst.

Gigapixel in der Praxis: die Amtseinführung 2009

Bei der Amtseinführung von Barack Obama am 20. Januar 2009 befestigte der Fotograf David Bergman einen GigaPan Imager an einem Geländer, setzte eine Kompaktkamera Canon G10 darauf und ließ den Roboter 220 Aufnahmen machen. Zusammengesetzt ergaben sie ein einziges Bild mit rund 1.474 Megapixeln, in das man hineinzoomen kann.

  • Belichtung, Fokus und Weißabgleich festlegen, damit alle Bilder zusammenpassen.
  • Längere Brennweite, mehr Bilder: Die Auflösung entsteht aus der Zahl der schmalen Einzelbilder.
  • Auf Wind achten: Ein Tele auf hohem Stativ verstärkt jede Erschütterung.
  • Bewegung einplanen: Menschen und Verkehr bewegen sich zwischen den Aufnahmen und können halbtransparente "Geister" hinterlassen.

Was ein Motor bringt

  • Gigapixel: Hunderte oder Tausende überlappende Telebilder in fester Reihenfolge, ohne eines auszulassen.
  • Wiederholbarkeit: jedes Mal dieselben Positionen, hilfreich für HDR-Reihen.
  • Zeitraffer und Video: langsame, gleichmäßige Schwenks über Minuten oder Stunden.
  • Objektfilme: der Motor dreht einen Drehteller statt der Kamera, siehe 360-Grad-Produktfotografie.

Ein Motor ersetzt aber nicht das richtige Einstellen des Drehpunkts: siehe Panoramakopf und Nodalpunkt.

Quellen

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